Culex – Larve und Puppe

Nach den Eiern der Stechmückengattung “Culex” nun also die dazu gehörigen Larven (in der Aquaristik bekannt als “Schwarze Mückenlarven”) und Puppen:

Culex Ahoi! – Mückenschiffchen

Stechmücken-Weibchen der Gattung “Culex” setzen sich zur Eiablage auf die Wasseroberfläche. Sie vereinigen ihre 200 bis 300 länglichen, einseitig zugespitzten Eier zu floßartigen Gebilden, den Mückenschiffchen. Bis zum Schlupf der Larven schwimmen diese auf der Wasseroberfläche.

(Vgl. Engelhardt, Wolfgang: Was lebt in Tümpel, Bach und Weiher? Pflanzen und Tiere unserer Gewässer. 14. Auflage. Stuttgart: Franckh-Kosmos, 1996. S.212f.)

Under the Skin

Ein Blick auf und unter die Hautstruktur eines Wasserflohs:

Geburt der Zyklopen

Die nur wenige Minuten jungen Nauplien sind mit freiem Auge so gut wie nicht zu erkennen:

Cyclops spec.Cyclops spec.Cyclops spec.

Erster Fang des Jahres – Cyclops

Pünktlich zum Frühlingsbeginn steigt die Temperatur spürbar, also wurde heute der Kescher aus seinem Winterschlaf geholt. Wo vor ein paar Wochen noch Schnee und Eis das Bild prägten, rührt sich nun schon so einiges. Eintagsfliegenlarven, Zuckmückenlarven und vor allem Cyclops (Hüpferlinge), die in kleinen Schwärmen im nur wenige Zentimeter tiefen Wasser standen, gingen ins Netz.

Flohkrebse (Amphipoda)

“Die Heimat der Flohkrebse ist das Meer, das sie mit zahlreichen Arten in allen Zonen und Tiefen bewohnen. Die wichtigste Familie unserer Binnengewässer ist die der Gammariden mit zahlreichen Gattungen. [...] Beim Schwimmen wird der Hinterleib abwechselnd nach vorn gegen die Bauchseite eingeschlagen und mit großer Kraft wieder gestreckt. Oft sieht man die Tiere in Seitenlage auf dem Boden rutschen, wobei die Brustbeine den Körper ziehen und schieben, während ihn der sich krümmende Hinterleib nach vorne stemmt. Die Hauptnahrung bilden lebende und verwesende Pflanzen, Detritus und Aas.”

(Engelhardt, Wolfgang: Was lebt in Tümpel, Bach und Weiher? Pflanzen und Tiere unserer Gewässer. 14. Auflage. Stuttgart: Franckh-Kosmos, 1996. S.132f.)

In der Aquaristik ist neben den einheimischen Arten vor allem der mexikanische Flohkrebs (Hyalella azteca) als Lebendfutter bekannt.

Springschwänze (Collembola)

“Diese nur wenige Millimeter großen Tiere gehören zu den Ur-Insekten (“Apterygota”). [...] Die Besonderheit der Springschwänze ist ihre Sprunggabel. Es handelt sich um ein verwachsenes Beinpaar des Hinterleibes, das in Ruhestellung nach vorne unter den Leib geschlagen wird. Wenn ein Tier seine Sprunggabel mit einem kräftigen Schlag nach hinten schnellen lässt, wird es in weitem Bogen wegkatapultiert.”

(Engelhardt, Wolfgang: Was lebt in Tümpel, Bach und Weiher? Pflanzen und Tiere unserer Gewässer. 14. Auflage. Stuttgart: Franckh-Kosmos, 1996. S.147f.)

Springschwänze sind ein häufiger Gast in Aquarien und fallen als kleine Punkte auf, die auf der Wasseroberfläche, meist zwischen Schwimmpflanzen, herum springen. Die größten der hier gezeigten Tiere messen knapp einen Millimeter.

Süßwassermilbe

Acht behaarte Beine, zwei rote Augen und überhaupt keine Lust fotografiert zu werden:

Puppen von Gnitzen (Ceratopogonidae)

Ceratopogonidae

“Winzige, 0.5 bis 3mm lange Mücken, die in der Ruhe die Flügel wie die Schneiden einer Schere über dem Rücken zusammenlegen. Die Weibchen sind Blutsauger mit recht schmerzhaftem Stich. Gwöhnlich [sic] greifen sie nur in den kühlen Tagesstunden an, dann aber zu Hunderten oder zu Tausenden. Einige Arten saugen nur an Insekten, an Schmetterlingen, Libellen, Raupen. Einige Arten saugen Warmblüterblut aus vollgesogenen Stechmücken. Familientypisch ist die Zahl der Fühlerglieder – 13-15 – . Die breiten Flügel sind behaart, die Antennen der Männchen gefiedert. Die Larven leben in Gewässern, einige Arten auch im Saft blutender Bäume oder in Holzmulm. Die wasserbewohnenden Larven sind wurmförmig schlank und schwimmen schlängelnd. Sie atmen durch die Haut.”

(Sauer, Frieder: Fliegen und Mücken. Nach Farbfotos erkannt. 2. Auflage. Fauna-Verlag: 1991. S.20)

Die Larven der “Malariamücke” (Anopheles spec.)

Die Anophelesmücken stellen mit ca. 420 Arten eine eigene Gattung in der Familie der Stechmücken (Culicidae) dar. Ihren deutschen Namen “Malariamücke” verdankt sie den etwa 40 Arten, die potentiell dazu fähig sind, Malaria zu übertragen. Das Verbreitungsgebiet dieser Stechmücken zieht sich über alle großen Kontinente und viele Inseln und somit auch über Zentraleuropa.

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Eintagsfliegen und ihre Larven (Ephemeroptera)

Eintagsfliegenlarven sind beim Tümpeln ein sehr häufiger “Beifang”, bei den ca. 80 Arten, die in Mitteleuropa die verschiedensten Gewässer bevölkern, ist das auch nicht weiter verwunderlich. Im Unterschied zu Libellenlarven, welche Aquarienbewohnern durchaus gefährlich werden können, ernähren sich die meisten Arten wahrscheinlich von Algenbelägen und kleinsten organischen Schlammteilchen, sodass von ihnen im Normalfall keine Gefahr ausgeht.

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