Der Edle unter den Krebsen – Astacus astacus

“Heimische Krebsart, die ursprünglich in großer Dichte in allen entsprechenden Lebensräumen vorkam und daher stark genutzt und europaweit gehandelt wurde. Durch Krebspest, Gewässerverschmutzung und -verbauung sind die Bestände jedoch drastisch zurückgegangen und meist auf isolierte, kleinräumige Vorkommen beschränkt.”

(Hauer, Wolfgang: Fische Krebse Muscheln in heimischen Seen und Flüssen. Leopold Stocker Verlag: 2007. S.169)

Austrian Aquanet Garnelentag am 5. November 2011

Kleiner Reminder: In genau einem Monat ist es soweit, der Austrian Aquanet Garnelentag geht in Linz über die Bühne. Neben der Börse und der Aquarienausstellung stehen auf dem Vortragsprogramm Hans-Jürgen Günter mit “Krabben im Aqua-Terrarium”, Werner Klotz “Als Aquarianer in Hong Kong”, Reinhard Pekny mit “Die Krebspest” und Alexandra Behrendt mit “Ausländische Kahnschnecken”. Meine Wenigkeit ist ebenfalls mit einem Workshop zum Thema Aquarienfotografie mit von der Partie. Es lohnt sich also vorbei zu schauen.

Samstag, 5. Nov. 2011
9:30 – 18:00 Uhr

Neues Rathaus Linz
Hauptstraße 1-5
4040 Linz

Update 07.11.2011: Auf crustahunter.de ist ein ausführlicher Bericht zum Garnelentag in Linz zu finden: Eine Reise wert – Der 3. AUSTRIAN AQUANET Garnelentag in Linz

Japanische Riesenkrabben – Macrocheira kaempferi

Das Haus des Meeres ist um eine Attraktion reicher, seit Mitte September ist das neue “Tiefsee-Aquarium” zu bestaunen. Nicht zu übersehen sind darin die Japanischen Riesen-Seespinnen. Diese Krabben tragen ihren Namen nicht zu Unrecht, bei ausgestreckter Lage sollen sie bis zu 3,7 Meter erreichen. Ihr natürliches Habitat erstreckt sich ausschließlich im Pazifik um Japan, wo sie in Meerestiefen von 50 bis 300 Metern vorkommen.

Caridina babaultiCaridina babaulti

Caridina babaulti Close-up

Zwei Aufnahmen von C. babaulti. Ich bin immer wieder überrascht von der Farbvariabilität meines Stammes. Vom typischen Grün über verschiedene Gelb- bis hin zu Braunrottönen ist alles dabei.

Caridina 2/2011 Cover: Die Raubschnecke

Ab sofort gibt es auf spec.at die Kategorie Publikationen. Nicht ganz uneigennützig hoffe ich, sie auch gelegentlich befüllen zu können. Zum Anfang der Hinweis auf zwei Artikel zur Raubschnecke Anentome helena von Alexandra Behrendt in der aquaristik 2/2011 und der caridina 2/2011. Bildmaterial durfte jeweils ich beisteuern, unter anderem auch das Coverfoto der aktuellen Caridina.

caridina 2/2011

caridina 2/2011

Neocaridina cf. zhangjiajiensis Nominatform?

Dieses Tier tauchte heute in meinem seit einigen Jahren stabil laufenden White Pearl – Stamm (Neocaridina cf. zhangjiajiensis var. white) auf.

“Bei der “White Pearl” -Garnele handelt es sich um die weiße Zuchtform einer Neocaridina-Art, die [...] aus einer Population von Tieren mit graublauer Körperfarbe herausgezüchtet wurde.”

(Karge / Klotz: Süßwassergarnelen aus aller Welt. Ettlingen 2007. S.102)

Damit könnte es sich rein nach der Färbung also um einen “Rückfall” in die ursprüngliche Form handeln, wie man es gelegentlich auch in einschlägigen Foren liest. Da das aber alles andere als mein Revier ist, würde ich mich über Anmerkungen zum Thema per Kommentar oder Mail freuen.

Ancylus fluviatilisAncylus fluviatilisAncylus fluviatilisAncylus fluviatilis

Mützenträger – Die Flussnapfschnecke (Ancylus fluviatilis)

Auch bekannt als Flussmützenschnecke, die einzige Art der Gattung “Ancylus” in Mitteleuropa, durch ihre mützenförmige Schale ist sie ausgezeichnet an das Leben in schnellströmenden Gewässern angepasst. Die adulten Tiere werden ca. 7mm lang, von der Teichnapfschnecke (Acroloxus lacustris) lässt sie sich durch das Gehäuse unterscheiden. Während es bei Acroloxus lacustris flach (H. ca. 2mm) mit einer scharfen Spitze ausfällt, ist das Gehäuse von Ancylus fluviatilis haubenförmiger (H. ca. 3,5mm) mit stumpfer Spitze.

Eier von Anentome helena

Fast unverwechselbar im Aquarium sind die Eier der schneckenfressenden Schnecke Anentome helena. Einzeln an Silikonnähten, Steinen, Wurzeln oder Filterschwämmen abgelegt, stechen sie trotz ihrer Größe von nur circa zwei mal zwei Millimeter ins Auge.

In seiner eckigen Form erinnert der Laich sogar ein wenig an Haifischeier, das muss an den ähnlich räuberischen Fressgewohnheiten der adulten Tiere liegen. ;-)

Neocaridina heteropoda var. redNeocaridina heteropoda var. redNeocaridina heteropoda var. red

Red Fire Close-up

Zwei Nahaufnahmen von Neocaridina heteropoda var. red, keine Sakura, trotzdem rot. ;-)

Spitzschlammschnecken-Nachwuchs

Der Laich von Spitzschlammschnecken besteht aus bandförmigen Gallertkapseln, deren Oberseite leicht gewölbt ist. Die flache Unterseite wird an Wasserpflanzen, Steinen und ähnlichem angeklebt, wenn die Schnecken in Aquarien gehalten werden, sind die Pakete z.B. auch an den Scheiben zu finden. Die von Schleim umhüllten Eier sind an der Innenwand der mehrschichtigen Kapseln an Fäden aufgehängt, aus ihnen schlüpfen direkt die fertig ausgebildeten kleinen Schnecken.

(Vgl. Engelhardt, Wolfgang: Was lebt in Tümpel, Bach und Weiher? Pflanzen und Tiere unserer Gewässer. 14. Auflage. Stuttgart: Franckh-Kosmos, 1996. S.256)

Hier zu sehen der kurz vor dem Schlupf stehende Nachwuchs von Lymnaea stagnalis.

Anentome Helena und Red Fire auf Eiersuche

Die schneckenfressende Schnecke Anentome Helena verschmäht auch frische Panzerwelseier nicht. Für Zuchtbecken ist diese Schnecke damit wohl weniger geeignet. Auch Garnelen gehen nicht unbedingt zimperlich mit den Eiern um:

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