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Blinder Höhlensalmler – Astyanax fasciatus mexicanus

Unverhofft kamen mir im Wüstenhaus Schönbrunn Höhlensalmler unter. Nachdem das Vivarium im Naturhistorischen Museum einer Garderobe weichen musste, ist das meinem Wissen nach das einzige öffentlich zugängliche Aquarium in Wien, das diese interessanten Tiere zeigt. Wie auf der Gesamtaufnahme zu sehen, ist das Becken nicht unbedingt fotofreundlich beleuchtet, doch die Stimmung passt sehr gut zu den Tieren. Der hier angegebene Artname ist jener auf der Schautafel, am letzten Stand ist er anscheinend nicht.

Corydoras Larve kurz vor dem Schlupf

Ein Nachzügler aus dieser Serie. Corydoras (Panzerwels) Larve kurz vor dem Schlupf, die Anlage des Auges ist deutlich zu erkennen. Der Nachbar ist schon ausgezogen.

Barbatula barbatulaBarbatula barbatulaBarbatula barbatula

Die Bachschmerle – Barbatula barbatula

Der vorläufige Abschluss der kleinen Kaltwasserserie: Die Bachschmerle – Barbatula barbatula (Linnaeus, 1758) – ist langgestreckt und schlank, ihr an der Oberseite abgeflachter Kopf läuft relativ spitz zu. Die Färbung ist variabel, Rücken und Seiten sind unregelmäßig marmoriert. Typischer Lebensraum sind mittelstark strömende Bäche mit Kies- und Sandgrund. Die Nahrung besteht aus kleinen Benthosorganismen, im Aquarium sind sie was das Futter betrifft nicht wählerisch (vgl. Wetzel, 2003 (.pdf) auf akfs-online.de). In der warmen Jahreszeit kommt die Bachschmerle im Gewässer verteilt vor. Erst im Herbst versammeln sich die Fische zu großen Gruppen, um an tieferen Stellen in sogenannten “Winterlagern” zu überwintern.

(vgl. Hauer, Wolfgang: Fische Krebse Muscheln in heimischen Seen und Flüssen. Leopold Stocker Verlag: 2007. S.144f.)

Zingel streberZingel streberZingel streberZingel streberZingel streberZingel streber

Der Streber – Zingel streber

Noch etwas Einheimisches: Der Streber – Zingel streber (Siebold, 1863) – ist ein bodenorientiert lebender Fließgewässerbewohner mit spindelförmigem, schlanken Körperbau. Die Schwimmblase ist zurückgebildet, die Fortbewegung erfolgt hauptsächlich mit Hilfe der großen Brust- und Bauchflossen. Sowohl auf der Roten Liste Österreich (Wolfram & Mikschi 2007) als auch auf der Roten Liste Deutschland (Freyhof 2009) wird der Streber als stark gefährdet eingestuft.

(vgl. Hauer, Wolfgang: Fische Krebse Muscheln in heimischen Seen und Flüssen. Leopold Stocker Verlag: 2007. S.169f.)

Artikel zur Art auf fischartenatlas.de:
Die Eier heimischer Fische, 9. Streber Zingel streber Siebold, 1863 (Percidae) (.pdf)

Alburnoides bipunctatusAlburnoides bipunctatusAlburnoides bipunctatus

Der Schneider – Alburnoides bipunctatus

Diesmal ein paar Bilder aus der kalten Ecke: Der Schneider – Alburnoides bipunctatus (Bloch, 1782) – ist ein recht lebhafter Kleinfisch. 8 bis 10cm beträgt seine Durchschnittsgröße, die Maximalgröße liegt bei ca. 15cm. Der Fließgewässerbewohner lebt in kleinen Schwärmen. In Mitteleuropa ist er weit verbreitet, aber nicht unbedingt häufig. Aufgrund seiner Seltenheit steht der Schneider z.B. in Deutschland auf der Vorwarnliste gefährdeter Arten (Freyhof 2009). Gefährdet ist die Art vor allem durch das Fehlen naturbelassener Fließgewässerabschnitte und durch Gewässerverschmutzung. Das auffälligste Bestimmungsmerkmal ist die dunkel eingesäumte Seitenlinie, die eine Kurve zur Bauchkante beschreibt.

(vgl. Hauer, Wolfgang: Fische Krebse Muscheln in heimischen Seen und Flüssen. Leopold Stocker Verlag: 2007. S.100f.)

Das Knurren der Zwergguramis – Trichopsis pumila

Auch mit ein paar Metern Abstand zum Aquarium sind die klickenden Laute der “Knurrenden Zwergguramis” deutlich hörbar. Erzeugt werden sie ausschließlich von den Männchen durch zu den Brustflossenmuskeln gehörende Sehnenpolster. Vor allem beim gegenseitigen Imponieren sowie während der Balz machen sie davon Gebrauch. Ein sehr guter Artikel zu den Tieren ist auf aquanet.de zu finden.

Music: Kevin MacLeod, Vocals: Trichopsis pumila ;-)

Das kapitale Lächeln – Silurus glanis

Einer der beeindruckendsten einheimischen Fische, jedem bekannt und doch bekommt man ihn in seinem Medium ohne Tauchschein nur selten zu Gesicht, geschweige denn vor die Kamera. Selbst wenn er in entsprechenden Schauaquarienanlagen gepflegt wird, ist seine lichtscheue und nachtaktive Lebensweise wenig “besucherfreundlich”. Zum Glück wusste das hier gezeigte kapitale Tier, aufgenommen in der Teichanlage des Tiergartens Schönbrunn, nichts von seiner Lebensphilosophie und zeigte sich sehr aktiv in gutem Licht an der Scheibe.

Ei- und Larvenentwicklung bei Corydoras aeneus

Eier und Larven von Corydoras aeneus (Metallpanzerwels), diesmal wurde der Nachwuchs nicht den Räubern im Becken überlassen, was eine kleine Dokumentation der Entwicklung zuließ. Corydoras aeneus zählt zu den am einfachsten zu vermehrenden Panzerwelsen überhaupt. Bei guter Fütterung reicht ein aufziehendes Tiefdruckgebiet oder ein kühler Wasserwechsel aus, um die Tiere in Balzstimmung zu versetzen. Ins Auge fallen vor allem die Zeichnung und Pigmentierung der Larven, aber auch die verhältnismäßig langen Barteln, die die Tiere schon direkt nach dem Schlupf aus der Eihülle besitzen.