Ancylus fluviatilisAncylus fluviatilisAncylus fluviatilisAncylus fluviatilis

Mützenträger – Die Flussnapfschnecke (Ancylus fluviatilis)

Auch bekannt als Flussmützenschnecke, die einzige Art der Gattung “Ancylus” in Mitteleuropa, durch ihre mützenförmige Schale ist sie ausgezeichnet an das Leben in schnellströmenden Gewässern angepasst. Die adulten Tiere werden ca. 7mm lang, von der Teichnapfschnecke (Acroloxus lacustris) lässt sie sich durch das Gehäuse unterscheiden. Während es bei Acroloxus lacustris flach (H. ca. 2mm) mit einer scharfen Spitze ausfällt, ist das Gehäuse von Ancylus fluviatilis haubenförmiger (H. ca. 3,5mm) mit stumpfer Spitze.

Linktipps (1) – Von Welsen, Genetik und Fächerfischen

In unregelmäßigen Abständen gibt es hier ab sofort kleine Linksammlungen zum Thema Aquaristik, Fotografie und allem dazwischen. Ich hoffe für die eine oder den anderen ist etwas neues dabei.

Trichoptera spec.Trichoptera spec.Trichoptera spec.

Im Köcher – Köcherfliegenlarve (Trichoptera)

In Europa gibt es ungefähr 900 Köcherfliegenarten. Anders als es ihr Name vermuten lässt, zählen sie im zoologischen Sinn nicht zu den Fliegen, sondern stellen eine eigene Insektenordnung dar. Die Larven leben in den verschiedensten Gewässern, wobei manche Arten für ganz bestimmte Gewässertypen charakteristisch sein können. Unten zu sehen ist eine raupenförmige (eruciforme) Larve, die Längsachse des Kopfes bildet im Unterschied zu campodeiden Larven mit der Körperachse einen rechten Winkel. Alle eruciformen Köcherfliegenlarven besitzen den namensgebenden Köcher, dessen Grundlage eine Röhre aus Seidengespinst darstellt und den sie nie freiwillig verlassen. Er schützt den weichen Hinterleib, bei Gefahr können sie sich auch vollständig in ihn zurückziehen. Raupenförmige Köcherfliegenlarven sind Pflanzenfresser und ernähren sich von Algen, Detritus und frischen und faulen Teilen höherer Pflanzen.

(Vgl. Engelhardt, Wolfgang: Was lebt in Tümpel, Bach und Weiher? Pflanzen und Tiere unserer Gewässer. 14. Auflage. Stuttgart: Franckh-Kosmos, 1996. S.230 f.)

Batagur Flussschildkröte – Batagur baska

“Die Nördliche Batagur Flussschildkröte (Batagur baska) ist die seltenste und gefährdetste Tierart, die in einem europäischen Zoo gepflegt wird. Nur 20 Individuen sind der Wissenschaft bekannt, sechs davon leben im Tiergarten Schönbrunn. Im vorigen Jahrhundert war die Nördliche Batagur Flussschildkröte noch in den Flüssen Südostindiens, Bangladeschs und Myanmars verbreitet. Da ihr Fleisch und ihre Eier seit jeher als besondere Delikatesse gelten, ist sie heute beinahe ausgerottet und gilt nach der Jangtse-Riesenweichschildkröte als die seltenste Schildkrötenart der Welt. [...] Im Mai 2010 gelang die Sensation: Zwei Jungtiere schlüpften. Die weltweit erste Nachzucht in menschlicher Obhut war gelungen.”

(zoovienna.at/tiere/reptilien/batagur-schildkroete/)