Eier von Anentome helena

Fast unverwechselbar im Aquarium sind die Eier der schneckenfressenden Schnecke Anentome helena. Einzeln an Silikonnähten, Steinen, Wurzeln oder Filterschwämmen abgelegt, stechen sie trotz ihrer Größe von nur circa zwei mal zwei Millimeter ins Auge.

In seiner eckigen Form erinnert der Laich sogar ein wenig an Haifischeier, das muss an den ähnlich räuberischen Fressgewohnheiten der adulten Tiere liegen. ;-)

Aquarienfotografie von vor knapp 30 Jahren: Teil 2

Nach dem ersten Teil befasst sich dieser Artikel mit der Aquarienfotografie im wörtlichen Sinn. Das Ablichten des gesamten Beckens, gelegentlich auch in der Raumsituation, ging lange Zeit in der “Fischfotografie” beinahe unter. Marcuse und Marcuse widmeten der Thematik aber ein paar Seiten und Bilder, sie schreiben dazu unter anderem:

“Die Kamera wird auf ein Stativ gesetzt. Bildausschnitt und Schärfe werden festgelegt. Im Raum sollte jetzt nur noch die Beckenbeleuchtung eingeschaltet sein. Mit dem eingebauten Belichtungsmesser oder mit einem Handbelichtungsmesser werden Belichtungszeit und Blende ermittelt und dann eingestellt. Da wir fast immer auf längere Belichtungszeiten kommen, sollte man Filter und Durchlüfter im Aquarium abschalten, da sonst Bewegungsunschärfen durch herumwirbelnde Luftblasen auftreten. Soll nur das Aquarium fotografiert werden, können wir mit den Aufnahmen nun beginnen.”

(Marcuse, 1983: Aquarienfotografie. Essen. S.35)

Diese Empfehlungen kann man heute unverändert übernehmen. Das Vorbeugen von Reflexionen durch das Abdunkeln des Raumes und die Verwendung eines Stativs aufgrund der meist langen Verschlusszeiten sind noch immer die wichtigsten Punkte, wenn sie sich auch nicht in jeder Situation umsetzen lassen. Continue Reading →

Neocaridina heteropoda var. redNeocaridina heteropoda var. redNeocaridina heteropoda var. red

Red Fire Close-up

Zwei Nahaufnahmen von Neocaridina heteropoda var. red, keine Sakura, trotzdem rot. ;-)

Der Schlund des Strudelwurmes

Auf der letzten Tümpeltour verirrte sich neben Wasserflöhen (Daphnia spec.) und ein paar Wasserasseln (Asellus aquaticus) vor allem eines in den Kescher: Planarien. Die Größe von gut zwei Zentimetern und die sehr dunkle Farbe ließ mich im ersten Moment an Egel denken. Doch die zumindest auf den zweiten Blick erkennbare dreieckige Kopfform und die typische Fortbewegung verriet die Tiere zweifelsfrei, vermutlich handelt es sich um Vertreter der Gattung “Dugesia” (Dugesia lugubris ?). Wie bei allen Strudelwürmern liegt auch bei dieser Art die Mundöffnung bauchseitig, der Schlund (Pharynx) kann heraus gestülpt werden und dient dem Einfangen und Fressen der Beute.

Aquarienfotografie von vor knapp 30 Jahren: Teil 1

Im Jahr 1983 veröffentlichten Frank und Gerhard Marcuse im Kernen Verlag eines der bis heute wenigen schriftlichen Werke zur Aquarienfotografie. Das 72 Seiten umfassende Buch mit dem passenden Titel “Aquarienfotografie” spart nicht mit Abbildungen und Fotos, sowohl Negativ- als auch Positivbeispiele namhafter Aquarienfotografen wie Arend van den Nieuwenhuizen und Kollegen sind darin zu finden.

'Aquarienfotografie' von Frank und Gerhard Marcuse

Einzelne Aufnahmen kann man auch nach heutigen Maßstäben nur als herausragend bezeichnen. Doch wie gut sind die Tipps und Tricks aus dieser Zeit? Welchen Einfluss hatten die technische Veränderung und nicht zuletzt die Digitalisierung auf die aquarienfotografische Praxis? Diesen und weiteren Fragestellungen möchte ich in den nächsten Artikeln auf den Grund gehen, den Anfang mache ich mit einem meiner persönlichen fotografischen Schwerpunkte, von dem ich überrascht war, ihn überhaupt im Buch zu finden:

Continue Reading →