Haus der Natur – Salzburg

Posted on 18. Juli 2010

Das Haus der Natur, direkt an der Salzach gelegen, bietet auf 4 Stockwerken eine Vielzahl an Schauräumen zu den verschiedensten Themen. Eine Saurierhalle gehört genauso dazu wie Bereiche zu Insekten, dem Weltraum, der Eiszeit, Afrika, den Erdwissenschaften und vielem mehr. Doch hier soll es vor allem um einen kleinen Bereich gehen, der im Erdgeschoss zu finden ist, dem Aquarium. Die komplette Anlage umfasst 150.000 Liter, wovon allein 60.000 Liter auf das große Haibecken und 30.000 Liter auf Süßwasseraquarien entfallen. Die Bandbreite an zu beobachtenden Fischen und Wirbellosen ist vielfältig.

Blick von einer Salzachbrücke

Gezeigt werden unter anderem Klassiker der Süßwasseraquaristik, wie zum Beispiel ein Gesellschaftsbecken mit Diskusfischen (Symphysodon discus) und Sterbas Panzerwelsen (Corydoras sterbai), ein Becken mit afrikanischen Buntbarschen und natürlich ein Piranhabecken (Pygocentrus nattereri), aber auch die Klassiker der Seewasseraquaristik sind zum Beispiel durch Clownfische (Amphiprion percula) und verschiedenen Muränenarten vertreten. Ein großes Rundlaufbecken, besetzt mit einer Gruppe Bodengucker (Selene vomer), einigen Rochen und kleineren Beifischen zählt sicherlich zu den Highlights der Anlage, aber auch im Detail versteckt sich für den interessierten Besucher so manches Schmankerl. Obwohl die Fische meist im Vordergrund stehen, bieten kleinere Korallenaquarien interessante Einblicke und auch ein kleiner Schwarm langer Schnepfenmesserfische (Aeoliscus strigatus) macht durch die ungewöhnliche Körperform der Tiere und vor allem durch ihr Schwimmverhalten auf sich aufmerksam. Durch seine lang ausgezogene Schnauze sticht auch der gewöhnliche Schnepfenfisch (Macroramphosus scolopax) ins Auge.

Meerwasser-Aquarien

Die Aquarien machen einen durchgehend gepflegten Eindruck, wenn auch die Einrichtung mancher Seewasserbecken etwas lieblos wirkt, entschädigen gut bepflanzte Süßwasserbecken und auch die Besatzdichte ist in den vielen Fällen für ein Schauaquarium vorbildlich. Die Schattenseite ist eine wortwörtliche, leider sind die Aquarien zum größten Teil nur unterdurchschnittlich bis sehr schwach beleuchtet, was das Fotografieren in Kombination mit dem Blitzverbot zu einer mehr als anspruchsvollen Herausforderung werden lässt. Die Eintrittspreise fallen dafür moderat aus, überhaupt wenn man genug Zeit mit bringt, um das Gesamtangebot des Hauses zu nutzen. An dieser Stelle sei auch noch ausdrücklich auf den hervorragende Reptilienzoo im 2. Stock verwiesen, der nicht unerwähnt bleiben soll. Für Vivaristik-Fans ist das Haus der Natur damit schon fast eine Pflichtadresse bei einem Salzburgbesuch.

“Haus der Natur” Website: www.hausdernatur.at

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