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Blinder Höhlensalmler – Astyanax fasciatus mexicanus

Unverhofft kamen mir im Wüstenhaus Schönbrunn Höhlensalmler unter. Nachdem das Vivarium im Naturhistorischen Museum einer Garderobe weichen musste, ist das meinem Wissen nach das einzige öffentlich zugängliche Aquarium in Wien, das diese interessanten Tiere zeigt. Wie auf der Gesamtaufnahme zu sehen, ist das Becken nicht unbedingt fotofreundlich beleuchtet, doch die Stimmung passt sehr gut zu den Tieren. Der hier angegebene Artname ist jener auf der Schautafel, am letzten Stand ist er anscheinend nicht.

Wolfgang Sommer: Aquarienfotografie (1994)

Nach den 1980ern sind die 1990er-Jahre mit ihrer Literatur zur Aquarienfotografie an der Reihe. Den Anfang macht dieses Werk, veröffentlicht von Wolfgang Sommer 1994 im Urania-Verlag. Um es gleich zu Beginn vorweg zu nehmen: Obwohl es sich zu einem großen Teil mit der damals aktuellen Kameratechnik auseinandersetzt, ist das Buch für den theoretisch interessierten Aquarienfotografen auch heute noch uneingeschränkt empfehlenswert. Also unbedingt zuschlagen wenn es einem antiquarisch in die Hände fällt. Auf 72 Seiten werden die Anforderungen an die Aquarientechnik, Fotobecken, Fotogeräte und fototechnische Grundlagen, Blitzen durch Glas und einiges mehr behandelt. Im Folgenden sollen ein paar der interessantesten Punkte herausgegriffen werden.
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Corydoras Larve kurz vor dem Schlupf

Ein Nachzügler aus dieser Serie. Corydoras (Panzerwels) Larve kurz vor dem Schlupf, die Anlage des Auges ist deutlich zu erkennen. Der Nachbar ist schon ausgezogen.

Der Edle unter den Krebsen – Astacus astacus

“Heimische Krebsart, die ursprünglich in großer Dichte in allen entsprechenden Lebensräumen vorkam und daher stark genutzt und europaweit gehandelt wurde. Durch Krebspest, Gewässerverschmutzung und -verbauung sind die Bestände jedoch drastisch zurückgegangen und meist auf isolierte, kleinräumige Vorkommen beschränkt.”

(Hauer, Wolfgang: Fische Krebse Muscheln in heimischen Seen und Flüssen. Leopold Stocker Verlag: 2007. S.169)

Die Fotoküvette für Kleinstlebewesen

Aquarienfotografie im Haltungs- und Zuchtbecken ist zugleich der Regel- als auch der Idealfall, bei üblichen Aquarienbewohnern wie Fischen und Garnelen gibt es nur selten einen Grund davon abzuweichen. Anders sieht die Sache bei Fischlaich und -larven, aquatilen Insektenlarven und anderen sehr kleinen Motiven aus. Selbst in handelsüblichen Nanoaquarien sind Motive dieser Größe nur äußerst schwer zu fotografieren, Küvetten sind hier wesentlich besser geeignet. Was man unter einer Küvette versteht, weiß Wikipedia:

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Austrian Aquanet Garnelentag am 5. November 2011

Kleiner Reminder: In genau einem Monat ist es soweit, der Austrian Aquanet Garnelentag geht in Linz über die Bühne. Neben der Börse und der Aquarienausstellung stehen auf dem Vortragsprogramm Hans-Jürgen Günter mit “Krabben im Aqua-Terrarium”, Werner Klotz “Als Aquarianer in Hong Kong”, Reinhard Pekny mit “Die Krebspest” und Alexandra Behrendt mit “Ausländische Kahnschnecken”. Meine Wenigkeit ist ebenfalls mit einem Workshop zum Thema Aquarienfotografie mit von der Partie. Es lohnt sich also vorbei zu schauen.

Samstag, 5. Nov. 2011
9:30 – 18:00 Uhr

Neues Rathaus Linz
Hauptstraße 1-5
4040 Linz

Update 07.11.2011: Auf crustahunter.de ist ein ausführlicher Bericht zum Garnelentag in Linz zu finden: Eine Reise wert – Der 3. AUSTRIAN AQUANET Garnelentag in Linz

Japanische Riesenkrabben – Macrocheira kaempferi

Das Haus des Meeres ist um eine Attraktion reicher, seit Mitte September ist das neue “Tiefsee-Aquarium” zu bestaunen. Nicht zu übersehen sind darin die Japanischen Riesen-Seespinnen. Diese Krabben tragen ihren Namen nicht zu Unrecht, bei ausgestreckter Lage sollen sie bis zu 3,7 Meter erreichen. Ihr natürliches Habitat erstreckt sich ausschließlich im Pazifik um Japan, wo sie in Meerestiefen von 50 bis 300 Metern vorkommen.

Barbatula barbatulaBarbatula barbatulaBarbatula barbatula

Die Bachschmerle – Barbatula barbatula

Der vorläufige Abschluss der kleinen Kaltwasserserie: Die Bachschmerle – Barbatula barbatula (Linnaeus, 1758) – ist langgestreckt und schlank, ihr an der Oberseite abgeflachter Kopf läuft relativ spitz zu. Die Färbung ist variabel, Rücken und Seiten sind unregelmäßig marmoriert. Typischer Lebensraum sind mittelstark strömende Bäche mit Kies- und Sandgrund. Die Nahrung besteht aus kleinen Benthosorganismen, im Aquarium sind sie was das Futter betrifft nicht wählerisch (vgl. Wetzel, 2003 (.pdf) auf akfs-online.de). In der warmen Jahreszeit kommt die Bachschmerle im Gewässer verteilt vor. Erst im Herbst versammeln sich die Fische zu großen Gruppen, um an tieferen Stellen in sogenannten “Winterlagern” zu überwintern.

(vgl. Hauer, Wolfgang: Fische Krebse Muscheln in heimischen Seen und Flüssen. Leopold Stocker Verlag: 2007. S.144f.)

Zingel streberZingel streberZingel streberZingel streberZingel streberZingel streber

Der Streber – Zingel streber

Noch etwas Einheimisches: Der Streber – Zingel streber (Siebold, 1863) – ist ein bodenorientiert lebender Fließgewässerbewohner mit spindelförmigem, schlanken Körperbau. Die Schwimmblase ist zurückgebildet, die Fortbewegung erfolgt hauptsächlich mit Hilfe der großen Brust- und Bauchflossen. Sowohl auf der Roten Liste Österreich (Wolfram & Mikschi 2007) als auch auf der Roten Liste Deutschland (Freyhof 2009) wird der Streber als stark gefährdet eingestuft.

(vgl. Hauer, Wolfgang: Fische Krebse Muscheln in heimischen Seen und Flüssen. Leopold Stocker Verlag: 2007. S.169f.)

Artikel zur Art auf fischartenatlas.de:
Die Eier heimischer Fische, 9. Streber Zingel streber Siebold, 1863 (Percidae) (.pdf)

Alburnoides bipunctatusAlburnoides bipunctatusAlburnoides bipunctatus

Der Schneider – Alburnoides bipunctatus

Diesmal ein paar Bilder aus der kalten Ecke: Der Schneider – Alburnoides bipunctatus (Bloch, 1782) – ist ein recht lebhafter Kleinfisch. 8 bis 10cm beträgt seine Durchschnittsgröße, die Maximalgröße liegt bei ca. 15cm. Der Fließgewässerbewohner lebt in kleinen Schwärmen. In Mitteleuropa ist er weit verbreitet, aber nicht unbedingt häufig. Aufgrund seiner Seltenheit steht der Schneider z.B. in Deutschland auf der Vorwarnliste gefährdeter Arten (Freyhof 2009). Gefährdet ist die Art vor allem durch das Fehlen naturbelassener Fließgewässerabschnitte und durch Gewässerverschmutzung. Das auffälligste Bestimmungsmerkmal ist die dunkel eingesäumte Seitenlinie, die eine Kurve zur Bauchkante beschreibt.

(vgl. Hauer, Wolfgang: Fische Krebse Muscheln in heimischen Seen und Flüssen. Leopold Stocker Verlag: 2007. S.100f.)

Eine kleine Einführung in die digitale Aquarienfotografie

In der Juniausgabe der ata erschien eine kurze Einführung in die Aquarienfotografie. Der vollständige Artikel ist hier als .pdf verfügbar.